Tuesday 15th January 2019,
Auszeit mit Kindern

Nicht Umpalumpa, sondern Karompa Lompo

Constantin 1. November 2016 Erlebnisse

Nicht Umpalumpa aus der Chocolate Factory von Roald Dahl, sondern Karompa Lompo. Für uns ist Karompa Lompo aber midestens ebenso fantastisch wie Umpalumpa. Karompa Lompo liegt südlich von Taka Bonerate auf halben Weg zwischen Flores und Sulawesi. Als wir von Flores los fahren, wissen wir nicht einmal, ob wir in dieses paradisische Atoll rein fahren und dort ankern können.

Ein kleines Teil kann zu grossen Problemen führen

Manchmal ist es nur ein kleines Teil, ein Centartikel, der zu grossen Problemen führen kann. An Bord haben wir diesen gebrochenen Sicherungsring gerade noch rechtzeitig entdeckt und tauschen können. Dieser Sicherungsring sichert einen Bolzen unseres Flaschenzuges, mit dem wir unser Dinghy hinten am Schiff hochziehen und eben auch oben halten. Fehlt dieser Ring, bedarf es nur ein bisschen Bewegung und das Dinghy saust ins Wasser, sicherlich eine Belustigung aller vor Anker. Auf See jedoch reicht nur leichter Wellengang und das Bergen eines abgestürzten Dinghys wird zu einem echten Problem. Um diesem Problem vorzubeugen, war und ist unser Dinghy immer noch mit extra Leinen gesichert.

Ein kleiner gebrochender Sicherungsring kann zu einem üblen Problem werden.
Unser Dinghyflaschenzug hing nur noch am seidenen Faden, weil dieser Sicherungsring gebrochen war.

Wir passieren unsere ersten FADs

Noch einmal einen Schritt zurück, wir verlassen unsere Sandbank im Norden von Flores am frühen Vormittag, um wegen der zu erwartenden FADs die küstennahen, eher flachen Gebiete tagsüber zu passieren. Die Überfahrt ist uneventful, kurz nachdem es wieder hell wird, schrecke ich jedoch hoch, als wir ein FAD in unmittelbarer Nähe passieren. Gutes Timing, nachts hätten wir dieses FAD unmöglich rechtzeitig gesehen. Wir treffen die ersten Fischerboote, kleine offene Boote mit laut nagelnden Dieseln, die sich wie so oft für uns unglaublich weit von der Küste wagen.

FADs gehören in Indonesien zu den grossen Gefahren für Segler.
Ganz so dicht sind wir dieses mal nicht an dem FAD vorbei gefahren, unangenehm war es aber trotzdem.

Ist der Pass der Lagune von Karompa Lompo schiffbar und finden wir einen Ankerplatz?

Wir lassen Kalao Toa an Backbord, westlich von Kalao Toa ist angeblich noch eine Ankermöglichkeit, ansonsten gibt es hier in der Nähe keine Möglichkeit zu ankern, nichts was nicht unendlich tief ist. Auf 3 von unseren 4 Kartenquellen gibt es keinen Zugang in die Lagune von Karompa Lompo, vielmehr ist die komplette Lagune als Riff gekennzeichnet. Auf unseren Satellitenbildern sehen wir einen Pass, auch auf OpenCPN ist dieser Pass zu erkennen. Fragt sich nur, wie tief der Pass ist, denn diese Angaben bleibt auch OpenCPN schuldig. Der Wasserfarbe auf den Satellitenbilder nach zu urteilen sollte der Pass aber mindestens 20m tief sein, ob der Ankergrund in den flacheren Bereichen der Lagune voll mit Korallen ist oder aus feinem Sand besteht, lässt sich an Hand unserer Satellitenbilder leider nicht abschätzen.
Wir hangeln uns entlang der Riffkante und finden die Einfahrt problemlos. Die OpenCPN Karte führt uns direkt über das Riff, die Satellitenbilder sind korrekt, wir verlassen uns aber auf unser Auge. Wie immer in solchen Situationen steht einer von uns am Bug und führt den Steuermann. An Land sehen wir ein Dorf, wir tasten uns so weit wie möglich Richtung Land, schliesslich fällt der Anker 800m vom Ufer entfernt auf 8m Tiefe in Sand.

Die Lagune von Karompa Lompo ist laut den Karten von Navionics und iSailor nicht befahrbar.s
Sowohl auf unserem Plotter, als auch auf dem iPad ist die gesamte Lagune im Navionics als überschwemmtes und somit nicht befahrbares Riff dargestellt. iSailor gibt uns leider die gleichen Informationen.

Die Karte von Karompa Lompo in OpenCPN ist nicht gerade besser.
Die Karte in OpenCPN zeigt, dass man in die Lagune fahren kann. An unserem Track ist aber klar zu erkennen, dass die Karte weit weg von der Realität ist.

Nur das Satellitenbild von Karompa Lompo in Indonesien ist korrekt.
Die Satellitendarstellung von Google in SeaIQ auf dem iPad ist mal wieder die Rettung. Auch bei Satellitenbildern hat es schon Koordinatenverschiebungen gegenüber der Realität gegeben, diese Darstellung ist aber korrekt, spot on.

Wir scheinen seit langem die ersten Gäste zu sein

Vom Schiff aus sehen wir bereits ein erstaunlich grosses Dorf. Irgendwie lasse ich mich immer wieder von den Seekarten täuschen, auf denen evtuelle Dörfer gerade mal als kleiner Punkt oder eben gar nicht eingezeichnet sind. Vor dem Dorf liegen zahlreiche Schiffe, einige fahren immer wieder laut knatternd an uns vorbei. Es dauert nicht lange, bis eines davon bei uns hält. Wir sind erstaunt, als wir nur Kinder in diesem 10m langen, offenen Boot sehen. Für die Kinder ist es hier das normalste von der Welt, sie springen ins Wasser und machen allerhand Faxen für uns Neuankömmlinge. Wir erinnern uns, dass wir noch einen Ball haben, den wir verschenken können. Der Ball wandert zu den Kindern, kommt aber gleich wieder zurück zu uns. Mit Händen und Füssen machen wir ihnen klar, dass wir ihnen den Ball schenken wollen.

Als erstes kommen die Kids von Karompa Lompo, um zu schauen, wer da angekommen ist.
Als erstes kommen die Kids aus dem Dorf zu uns, um mal zu checken, wer da angekommen ist.

Eine der Dorfbewohnerinnen schaut mal eben bei uns ins Cockpit

Da wir doch etwas müde von der Überfahrt sind, verschieben wir unseren Landgang auf den nächsten Tag.
Inzwischen hat sich im Dorf herum gesprochen, dass da Leute mit einer Yacht in der Lagune liegen. Immer mehr Boote kanttern an uns vorbei, um mal zu schauen, wer da angekommen ist. Ich höre jemanden im Cockpit, gehe hinaus und bin völlig perplex, als ich dort eine Frau mit Gucci Kopftuch stehen sehe. Ich mache ihr klar, dass unser Schiff unser Haus ist und dass sie nicht einfach in unser Haus kommen kann. So schnell wie sie an Bord gekommen war, ist sie dann auch wieder verschwunden.
Wenig später kommt erneut ein Boot an unser Heck, ich erkenne die Frau wieder. Die Frau kruschtelt jetzt in einem Beutel und zeigt mir irgendwelche Schnecken oder Muscheln. Kurze Zeit später haben wir eine ganze Schüssel voller schneckenartiger Muscheln. Seafood, Seafood ist ihr einziges Wort. Wir meinen zu verstehen, dass man diese Schneckenmuscheln kochen muss, also wandern sie gleich in den Kochtopf, mal sehen was das gibt. Die Frau deutet immer wieder in Richtung Dorf, wir sollen sie also an Land besuchen kommen.
Wir machen noch Schule, Urte, Louisa und Paula backen noch einige Muffins und dann steigen wir in unser Dinghy um an Land zu fahren.

Diese Dorfbewohner bringen uns lecker Schneckenmuscheln
Nachdem die Dame mit Kopftuch schon in unserem Cockpit stand, bringt sie uns jetzt lecker Schneckenuscheln.

An Land werden wir wie lang ersehnte Gäste empfangen

Wir sind mit unserem Dinghy noch nicht am Strand angekommen, da laufen schon die ersten Kinder an den Strand. Kaum sind wir am Strand, werden es immer mehr, bald sind es bereits über 50 Kinder. Wir versuchen heraus zu finden, ob es einen Chief gibt, den wir um Erlaubnis bitten können, in der Lagune zu ankern, uns hier ein wenig um zu sehen. Englisch spricht hier keiner.
Ein Mann kommt schliesslich auf uns zu, wir erkennen ihn wieder, er war in dem Boot mit der Frau, die uns die Meeresfrüchte geschenkt hat. Er führt uns zu seinem Haus. Inzwischen ist der Tross der uns begleitet noch einmal gösser geworden, an die 100 Kinder und Frauen sind es inzwischen. Wir schlängeln uns durch das saubere Dorf, bis wir an seinem Haus ankommen. Hier sind alle Häuser aufgeständert, was unter den Häusern auf einer Holzplattform einen Schattenplatz zum Sitzen gibt. Im Grunde ist dieser Platz der einzige, an dem es sich aushalten lässt, so brutal warm ist es. Er biete uns Wasser an, anfangs besteht die Kommunikation lediglich aus freundlichem Lachen und Grinsen, erstaunlich wie viel ein freundliches Lachen sagen kann. Wir finden heraus, dass er Saori heisst und mit seiner Frau zwei Kinder hat.

Diese Kinder haben sichtlichen Spass auf einem schwimmenden Stück Schaumstoff
Diese Kinder haben sichtlich Spass mit einem schwimmenden Stück Schaumstoff.

Die ersten Kinder laufen bereits am Strand von Karompa Lompo zusammen, bevor wir überhaupt angelandet sind.
Wir haben noch keinen Fuss an Land gesetzt, da laufen schon die ersten Kinder zusammen, um uns zu begutachten.

Zum Haus von Saori begleitet uns ein ganzer Tross aus Kindern
Zum Haus von Saori werden wir von einem ganzen Tross aus Kindern und jungen Frauen begleitet.

Hier wird Fisch getrocknet, um ihn später an die grösseren Inseln zu verkaufen
Die Dorfbewohner fischen und trocknen ihren Fang in der Sonne, um ihn später an eine der grossen Inseln zu verkaufen.

Hier wird im Schatten unter einem der Häuser Karten gespielt
Oft sitzen die Leute im Schatten unter ihren Häusern und spielen Karten.

Karompa Lompo in indonesien ist ein kleines Dorf und hat selbst befestigte Wege
Das Dorf selbst hat gut befestigte Wege, die sich die Fussgänger mit einigen Mopeds teilen.

Kurz bevor wir Saoris Haus erreichen, wird es noch einmal eng, so viele Menschen sind hier.
Kurz vor dem Haus von Saori verdichtet sich die Menge noch einmal.

Unsere Muffins werden gevierteilt

Unsere Muffins hatten wir erst einmal im Dinghy gelassen, wollten wir doch nicht mit zwei Schüsseln Muffins durchs Dorf laufen. Urte bleibt bei Saori, während Louisa, Paula und ich und der ganze Tross aus Frauen und Kindern wieder zum Dinghy gehen. Louisa flüstert mir ins Ohr: „Und genau deshalb will ich kein Promi sein“.
Die Muffins kommen sehr gut an, zurück bei Saori vierteilen wir die Muffins, damit jeder einen kleinen Bissen bekommt. Anfangs sind die Kinder zurückhaltend und abwartend, nach kurzer Zeit sehen wir nur noch kleine Kinderhände in Richtung der Muffins wirbeln. Was für ein Ereignis.
Wir brechen zu unserem Dinghy auf, weit kommen wir jedoch nicht. Tedi, die Frau mit dem Gucci Kopftuch, die heute morgen unvermittelt bei uns im Cockpit stand, führt uns zu ihrem Haus. Sie verschwindet, tauch jedoch kurze Zeit später mit 4 eingeschweissten Bechern eisgekühlten Saft auf. Einer der Jungs sagt „Number One Indonesia“. Wir geniessen die Einladung und die willkommene Abkühling.
Auf dem Weg zu unsere Dinghy zeigt uns Saori sein Boot. Sekunden später sitzen wir in seinem Boot und er fährt uns laut knatternd zu unserem 100m entfernten Dinghy. Die Boote hier haben keinen Aussenborder wie wir es kennen, statt dessen haben sie einen fest eingebauten Motor, der auch fest mit der Welle verbunden ist. Die Motoren werden mit einer Kurbel gestartet und wenn der Motor anspringt kommt die Kraft direkt auf die Welle, es fehlt die Kupplung. Um das Boot zu stoppen, muss der Motor rechtzeitig abstellt werden, ein Rückwärtsgang zum aufstoppen des Bootes fehlt somit. Der Entfall der Kupplung macht den Antrieb noch einmal deutlich einfacher und wartungsfreundlicher. Erstaunlich, dass wir dieses Konzept hier zum ersten mals sehen.
Unser Dinghy wird bereits von einem Haufen Kindern belagert und eigentlich wollen sie uns gar nicht ziehen lassen. Abends an Bord lassen wir uns die Schneckenmuscheln mit etwas Pasta schmecken, köstlich, was für ein Tag.

Unsere Muffins werden geviertelt, damit jeder ein Stück zum Probieren bekommt.
Unsere Muffins vorne schwach zu erkennen, sind ein grosses Ereignis und müssen geviertelt werden, damit jeder ein Stück probieren kann.

Saori fährt uns in seinem Boot zu unserem Dinghy
Jetzt sind wir die Gäste in einem Boot, Saori fährt uns zu unserem Dinghy.

Die Kinder von Karompa Lompo in Indonesien verabschieden uns herzlichst.
Was für eine Verabschiedung durch die Kinder am Strand des Dorfes.

Müll sammeln am Strand von Karompa Lompo

Am nächsten morgen machen wir uns zum Müll sammeln auf. Bereits gestern war uns aufgefallen, dass auch hier der Strand voll mit Müll ist. Mülltüten ins Dinghy und los geht es. Louisa ist etwas kränklich und bleibt an Bord. Paula möchte auch an Bord bleiben und zieht einen mächtigen Flunsch als sie von uns genötigt wird mit an Land zu kommen, an diesen wirklich sehr speziellen Ort.
Am Strand angekommen, fangen wir sofort an die ersten Plastikbecher und Folien einzusammeln. Erstaunlich ist, dass wir irrsinnig viele Kleidungsstücke aus dem fauligen Schlamm ziehen, gerade so, als wenn man hier einen Altkleidercontainer entsorgt hätte.
Es kommen immer mehr Kinder an den Strand, einige Erwachsene sind auch dabei. Sie schauen uns ungläubig zu und fragen sich: „Was machen die da?“.

Wir sammeln Müll auf Karompa Lompo
Noch werden wir ungläubig beobachtet, nach einer Weile aber fangen die ersten Kinder an zu helfen.

Während Urte und ich ein Kleidungsstück nach dem anderen aus dem Schlamm ziehen, sitzt Paula immer noch im Dinghy, grähmt sich. Die Kinder des Dorfes stört das herzlich wenig, sie umringen unser Dinghy und kabbeln sich um Plätze in der ersten Reihe. Die aller meisten haben wahrscheinlich noch nie ein blondes Kind gesehen. Übrigens sind auch Reus und Özil wieder dabei, Fussballshirts scheinen weltweit ein absoluter Renner zu sein.

Die Kinder des Dorfes umringen Paula in unsere Dinghy
Während wir Müll sammeln, grämt sich Paula im Dinghy und wird von einem Haufen Kinder umringt.

Nach kurzer Zeit fangen auch einige Kinder an mit geballter Kraft Hosen, T-Shirts, Jacken und Taschen aus dem Schlamm zu ziehen, grob vom Sand zu befreien und in unsere Müllsäcke zu stopfen. Manche Kleidungsstücke sind so voll Sand, als wenn sie jemand mit Sand gefüllt hätte, um Puppen zu bauen. Vereinzelt helfen uns jetzt auch einige Männer, sehr vereinzelt. Vielleicht haben sie Mitleid mit uns. Verstehen tut das hier keiner. Immerhin sammeln wir Müll aus ihrer Mülltonne! Die Indonesier sind es gewohnt ihren Müll im Meer zu entsorgen, verpackt in Müllsäcken wird er bei ablaufendem Wasser in die See geschafft. In den meisten Fällen funktioniert das sogar, einiges scheint aber auch wieder zurück zu kommen. Ich versuche verschiedenen Männern mit Händen und Füssen zu sagen, dasss sie den gesammelten Müll verbrennen sollen, erfolglos, es fehlt mir einfach den notwendigen indonesischen Wörten. Auch Google Translate kann hier nicht helfen, da es auf Karompa Lompo kein Netz gibt, in vielerlei Hinsicht ein Segen.
Es verwundert nicht, dass wir wenig später sehen, wie einer der Bewohner versucht einen der Müllsäcke ins tiefe Wasser zu schaffen. Wir erwarten nicht, dass wir hier mit einmal Müll sammeln einen Paradigmenwechsel auslösen. Wir sind uns aber sehr sicher, dass bei der nächsten Gelegenheit, sei es bei den Kindern in der Schule, bei einer Versammlung im Dorf oder wenn die nächsten Cruiser kommen, die Erinnerung an unser Müllsammeln wieder präsent wird.

Saori schenkt uns einen Bund Fische und riesige Muscheln

Die Müllsäcke sind gerade prall gefüllt, da sehen wir Saori mit einem Bund Fische. In seiner anderen Hand hat er eine zerfetzte Plastiktüte mit 3 riesigen, Essteller grossen schwarzen Muscheln. Was für ein Geschenk, heute Abend gibt es also Fisch, was wir mit den riesigen Muscheln machen, müssen wir noch heraus finden.
Er bedeutet uns, dass wir zu seinem Haus kommen sollen. Dort angekommen, bekommen wir mit Nussfüllung gefüllte Brötchen, sehr lecker. Wieder gibt es gerade gekauften in Bechern eingeschweissten, eisskalten Saft. Kühlschränke haben die Häuser hier nämlich nicht, vielleicht eine Satellitenschüssel und einen Fernseher, der mit abendlichem Strom vom Generator betrieben wird. Strom kommt hier nicht zu jeder Tag und Nachtzeit aus der Steckdose.
An Bord hatte ich noch ein paar Angelhaken und Fischleine eingepackt, die ich Saori schenke. Saori bedankt sich sehr dafür, zieht kurze Zeit später seinen Ring vom Finger und gibt ihn mir. Zuerst bin ich mir nicht sicher, was das bedeuten soll. Soll ich seinen Ring probieren und bewundern oder ist es ein Geschenk? Ich stecke den Ring auf meinen Ringfinger, es hakt und Saori hilft ein wenig nach. Drauf ist der Ring, ob er auch wieder ab geht, darum werden wir uns kümmern, wenn es soweit ist. Ich bedanke mich herzlich. Saori sagt, dass der grosse Stein auf dem Ringe aus Maumere ist. Wir unterhalten uns über Dinge wir die Anzahl und das Alter seiner Kinder, wie sie heissen, wie seine Frau heisst. Ich denke, dass der Ring tatsächlich ein Geschenk ist und es sicherlich für ihn enttäuschend wäre, wenn ich es nicht annehmen würde. Ich freue mich riesig und bin gerührt.

Saori schenkt uns einen Bund Fische
Saori schenkt uns ein Bund lecker Fische.

So einen wunderbaren Ort zu verlassen ist immer schwer

Es ist selten leicht einen Ort zu verlassen, so einen wunderbaren Ort wie Karompa Lompo zu verlassen ist aber besonders schwer. Um morgen ganz früh los zu segeln, müssen wir die hapa na sasa noch bei gutem Licht an den Ausgang des Atolls, vorbei an evtuellen Korallenköpfen bringen.
Wir verabschieden uns schweren Herzens von Saori, weit aber kommen wir nicht. Wenige Häuser weiter werden wir förmlich zum nächsten Stop gezwungen. Unter diesem Haus werden Yam Chips in Kokosöl frittiert und mit einem roten, scharfen Pulver bestreut. Wir sind hier nicht in eine Yam Chips Bude, sie wollen uns etwas zügen, eine Freude machen. Die Chips sind super lecker, es wird immer schwerer sich hier los zu reissen. Es hilft nichts, irgendwann ist immer der Moment Abschied zu nehmen.

Diese Frau macht für ein ein paar lecker Yam ChipsHier werden wir mit Yam Chips verwöhnt.

Tedi hatte uns Tags zuvor die Schneckenmuscheln geschenkt
Tedi und Urte posieren für ein Foto.

So viel Zeit muss dann doch noch sein

Wir erinnern uns, dass wir an Bord noch ein paar Malbücher, Bastelbücher und Stifte haben. Auch wenn es jetzt schon spät ist und das gute Licht verschwindet, fahren Paula und ich noch einmal zurück an Bord, um Malbücher, Bastelbücher und Stifte für die Kinder von Saori und Tedi zu holen. Wir packen auch noch ein paar Kinderklamotten für Wahda ein, sie ist gerade schwanger mit ihrem zweiten Kind. Wir haben Wahda bei Saori kennengelernt, die ein einzige Person, die hier Englisch spricht, jedenfalls, die einzige, die wir kennen gelernt haben.
Als wir zurück an Land kommen und die kleinen Geschenke verteilen ist die Freude riesig, vielleicht fällt uns jetzt der Abschied ein wenig leichter.

Wahda lässt sich mit unserer Blondine fotografieren. Mit einer Blondine lässt sich hier jeder gerne fotografieren.

Die Bewohner von Karompa Lompo geben uns einen unvergesslichen Abschied
Die Dorfbewohner geben uns einen unvergesslichen Abschied.

Wir bringen die hapa na sasa kurz vor den Ausgang der Lagune, freuen uns über die wunderbare Zeit, die wir hier verbracht haben und geniessen den wunderbaren Sonnenuntergang.

Paula grillt für uns den Fisch, den Saori uns heute morgen geschenkt hat.
Paula ist die neue Grillmasterin an Bord, die Fische von Saori schmecken hervorragend.

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2 Comments

  1. Renate von der Burg 12. November 2016 at 14:01

    … wenn es Euch leid tut einen Ort zu verlassen, so bedauere ich es jedesmal, wenn ein Bericht zu Ende ist … danke fuer all‘ die wertvollen Informationen und Fotos!!
    Gruesse und gute Weiterreise! Renate

    • Constantin 23. November 2016 at 9:02

      Liebe Renate,
      Du schreibst immer so wunderbare Kommentare. Vielen Dank dafür, das hilft besonders an Tagen, wo das Schreiben nicht so leicht fällt, ob wegen grosser Ablenkung oder anderer Dinge.
      Keep it coming. Cheers

      Constantin

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