Monday 23rd September 2019,
Auszeit mit Kindern

Polynesischen Mystik, Honeymoon Tourismus und Stockbrot – Raiatea, Tahaa und Bora Bora

Constantin 9. August 2015 Erlebnisse
Die hapa na sasa vor Anker auf Bora Bora

Nachdem wir uns auf Raiatea schweren Herzens von der Alytes verabschiedet hatten, fuhren wir für einen Tag nach Uturoa, der Hauptstadt von Raiatea, nach Papeete die zweitgrösste Stadt Polynesiens. Hauptstadt ist hier ein grosses Wort, denn auch hier geht alles sehr entspannt vor sich, aber es gibt einen gut bestückten Casino Supermarkt, einige sonstige Läden und ein Kaffee mit akzeptablem Internet. In letzterem wird uns aber nach einer halben Stunde das Internet abgestellt, da wir keinen zweiten Kaffee bestellt hatten. Beeindruckend ist, selbst am grossen Anleger ist das Wasser so klar, dass man mal mindestens 10m tief sehen kann.
Ab jetzt gehen die Alytes und die hapa na sasa getrennte Wege
Die Alytes wird mit gehisster Atlantic Odyssey Flagge und Presslufthorn verabschiedet.

Das Marea Taputaputea, das ehemalige spirituelle Zentrum Polynesiens

Am nächsten Tag geht es in den Süden zu dem Marea Taputapuatea. Diese heiligen Stätte gilt als spirituelles Zentrum Polynesiens. Die Maohi Oberhäupter der Austral- und Cook Inseln, wie auch von Neuseeland trafen sich hier zu den grossen Feierlichkeiten.
Die regnerische Stimmung machte unseren Besuch dieser an sich schon mystischen Stätten noch eindrucksvoller.
Mysteische Stätte, ein Marea auf Raiatea
Hier standen wir vor Ansammlungen von Steinen zwischen riesigen Banjan Bäumen eingebettet in das satte Grün der umgebenden Landschaft.
Marea eine mystische Tempelstätte in Französisch Polynesien
Auf diesem Steinplateau habe bereits viele Feierlichkeiten stattgefunden.

Vater und Mutter fischen mit einem Nylonnetz
Wir sind gerade mal 10km von der Hauptstadt entfernt und hier gehen Vater und Mutter am Wochenende mit einem Nylonnetzt fischen, während sich die Kinder mit einem Angelhaken an einem Bambusstock versuchen, eine komplett andere Welt.

Die Crew der hapa na sasa auf einer Flusserkundung auf Raiatea

Unsere Ausfahrt in den längsten Fluss Französisch Polynesiens, so dachten wir jedenfalls. Später haben wir verstanden, dass wir die falsche Flusseinfahrt erwischt hatten. Das erklärt dann auch, dass wir uns den Propeller unseres Aussenborders mächtig an einigen Steinen auf dem Grund angeschlagen haben.
Hier geht es nicht weiter, ein Fluss auf Raiatea

Nach einem weiteren Tag auf Tahaa, im Norden von Raiatea aber im gleichen Riff, und einem Besuch im örtlichen Korallengarten haben wir uns nach Bora Bora auf gemacht, gut 20sm also ein Katzensprung. Der Pass durch den wir Tahaa verlassen wollten war breit und tief, aber nach Süden ausgerichtet und das bei knackigem Südwind. Vor uns war ein Katamaran, der einige Sprungeinlagen einlegte. Es schienen doch einige beeindruckende Seen in dem Pass zu stehen, uns kamen leichte Zweifel. Schnell noch einmal im Revierführer nachgeschaut, aber dort stand eindeutig, dass dieser Pass der grösste von Tahaa sei, selbst von Kreuzfahrtschiffen benutzt werden kann und bei jedem Wetter schiffbar sei.

Die hapa na sasa kämpft sich durch einen Pass auf Tahaa
Wir sind heile durch den Pass gekommen, aber auch wir haben einige Sprünge hingelegt und es war ganz schön rolly.

Bora Bora, türkises Wasser, einfach ein Traum

Die Überfahrt nach Bora Bora war gechillt, leider jedoch wieder einmal fischlos. Bis auf 3 kleine 60cm Bonitos haben wir seit unserer Überfahrt auf die Marquesas keinen grösseren Fisch gefangen.
Auf Grund des Südwindes hatten wir uns einen Ankerplatz ganz im Südosten von Bora Bora ausgesucht, hierzu mussten wir aber innerhalb des Riffgürtels einmal komplett um Bora Bora fahren und dass durch 2 sehr enge korallige Pässe und über ein grösseres flaches Gebiet mit Korallenköpfen. Letztendlich waren die zwei Pässe aber gut betonnt auch wenn in keiner unserer Karten detaillierten Tiefenangaben verzeichnet waren.

Die hapa na sasa durchquert 2 enge Pässe auf Bora Bora
Komfortzone wieder vergrössert, sozusagen als Vorbereitung für die nächsten Ziele wie Maupiti, Maupihaa oder Suwarrow.

Nur so viel, unser Ankerplatz ist ein Traum, nur einige sehr hochwertige Hotelanlagen, mit Reetdachappartments auf Pfählen in türkisblauem Wasser in Sicht. Wir liegen in dreieinhalb Meter tiefem Wasser, glasklar, so dass wir die Sandhaufen auf dem Grund sehen.
Die hapa na sasa vor Anker auf Bora Bora
Wie aus der Hochglanzcharterbroschüre, danke an Saskia von der Toccata für dieses fantastische Bild.

Direkt vor uns lag eine 53 Jeannot mit 3 Kindern, Medizinerehepaar aus Tahiti. Mit ihnen haben wir das lokalen Lagoonarium besucht, kostet ein bisschen Eintritt hatte die Französin gesagt. Dort angekommen wurden wir gleich um 100 Euro erleichtert, stolzer Preis für … was eigentlich. Ein muskulöser, kräftig gebauter Polynesier mit den obligatorischen Tatoos empfing uns. Mit einer interessanten Lendeschurzkonstruktion bekleidet, nahm er uns gleich mit zu den abgesteckten „Fischgehegen“. Nach einigen einleitenden Blödeleien durften wir mit Rochen, Schwarzspitz- und Zitronenhaien schwimmen und ich dachte mir schon: „Mit Tieren in Gefangenschaft schwimmen und dafür viel Geld auszugeben, das ist für Honeymooner, nicht für uns.“ Aber, das war nur zum Eingewöhnen. Im nächsten Gehege ging es wieder ins Wasser mit Taucherbrille und Schnorchel, Paula dieses Mal seitlich in meinem Arm und dann am Ende finden wir uns mitten in einem Knäuel von knapp 10 Zitronenhaien wieder. Der grösste Hai ist 2m lang, Paula wäre ein guter Snack für die Kollegen, aber sie scheinen gut gefrühstückt zu haben. Paula, Hunde sind nicht dein Ding, aber Haie sind ok, das hast Du toll gemacht.

Constantin und Paula in Mitten von knapp 10 Zitronenhaien
Spannend, grenzwertig, beeindruckend und auf einmal sind die 100 Euro dann doch gerechtfertigt, nur schade, dass wir die GoPro nicht dabei hatten.
In diesem Knäuel von Zitronenhaien waren wir.

Schnorcheln am Riff und abends Stockbrot am Lagerfeuer

Und weil es so schön ist, sind wir gestern mit unserem Dinghy gleich noch mal zum Rochenspot gefahren, dort gab es wieder Rochen und Schwarzspitzhaie ohne Gehege in freier Natur und danach gleich noch in den Korallengarten für die kleinen bunten Fische.
Schwarzspitzhaie innerhalb des Riffgürtels von Bora Bora
Schwarzspitzhaie beim Schnorcheln innerhalb des Riffs, fast ein bisschen wie auf der Streichelwiese in der Wilhelma.

Sun Downer und Stockbrot für die Crew der hapa na sasa auf Bora Bora
Abends Sunddowner, Lagerfeuer und Stockbrot am Strand, besser geht es nicht.

Stockbrot für die Crew der hapa na sasa auf Bora Bora

Aktuell sieht es so aus, als wenn wir Mitte nächster Woche mit Ostwind durch den Pass von Maupiti können. Spätestens ab dort wird es mit dem Internet für die nächsten Wochen ganz mager, denn auf Maupiha und Suarrow, wohnen nur 3 Familien bzw. ein paar Ranger und ich erwarte nicht, dass die dort den Luxus des Internets geniessen. Die Pässe sollen sehr anspruchsvoll sein, hoffentlich sind die Bedingungen gut, so dass wir einen Einfahrt wagen können.

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2 Comments

  1. Tonje Solli Nilsen 16. Dezember 2015 at 16:28

    Hello. Just stepping by, to see where you are, and how you are doing. 🙂

    Spirit (we met on Trinidad) is back in Norway, dreaming about new tours.

    Merry Christmas to you all.

    • Constantin 22. Dezember 2015 at 13:40

      Good that you got home safely. A big hug and merry christmas back to Norway.

      Cheers

      Constantin