Monday 23rd September 2019,
Auszeit mit Kindern

Der 2. Schultag hatte es wahrlich in sich

Constantin 16. September 2014 Leben an Bord

Da es ja unsere erste Nacht vor Anker war, hatte ich mir um 1:00h und um 4:00h den Wecker gestellt, um zu checken, ob wir noch an unserer Position liegen, dass heisst ob der Anker hält. Weiterhin hatte ich noch einen Ankeralarm auf unserem Hand GPS gesetzt, der sich dann auch prompt morgens um kurz nach 7h gemeldet hat. Dies lag aber wohl nicht daran, dass unser Anker gerutscht ist, sondern vielmehr daran, dass ich die Toleranz sehr eng eingestellt hatte. Immerhin wissen wir jetzt, dass auch dieses Werkzeug funktioniert.

Schulstart erste Stunde um 7:45h

So hatten es Franka und Louisa gestern in unseren Stundenplan geschrieben. Trotzdem ich die Nacht zweimal den Anker gecheckt hatte, stand ich um 7:45h im Klassenzimmer, ich war echt stolz auf mich.
Dort stand ich aber auch alleine da, alle meine Schöler hatten mal satt ihre Wecker verschlafen. Immerhin, ging es mit der ersten Stunde sofort nach dem Wachwerden ohne Frühstück los.
Urte hat heute morgen ersteinmal ein kleines Brecherle gemacht (interessiert natürlich eigentlich gar nicht) aber somit fiel sie wegen Krankheit aus und ich hatte gleich noch den Vertretungslehrerjob 😉
Bei Franka ging es mit Französisch los, bei den anderen mit Englisch, dann kamen noch Deutsch und Mathe. Ich kam mir ein bisschen vor wie ein Jongleur, der mehr Bälle in der Luft als Hände hat.

IMG_5412-0.JPG

Aber wie Ihr seht wurde konzentriert gearbeitet und damit sich keiner um das leibliche Wohl der Kinder sorgt, wir haben das Frühstück natürlich gleich in der ersten Pause nachgeholt.

Die Fischlieferung bis an die Bordwand?

IMG_5409.JPG
Zwischendurch hat ein Fischer seine Reusen eingeholt, von so nah konnte ich das bisher noch nicht beobachten, will ich auch nicht noch mal,denn das waren nicht einmal 10m. Wäre weniger Wind gewesen, ich hätte ihren Atem gespürt.
Das Foto ist von innen durch eines unserer Bordfenster gemacht, also keine Panoramatapete oder Ravensburger Puzzle.

Eine Front mit Regen und ordentlich Wind

Nachmittags hat das Wetter noch getestet, ob unser Anker sich auch wirklich gut eingegraben hat. Unsere Ankerbucht ist an sich natürlich gut geschützt, einerseits kommt der Wind von Land, das heisst es baut sich keine grosse Welle auf und andererseits ist die Bucht weitestgehend von Bergen umgeben. Trotzdem hatten wir binnen kürzester Zeit Böen von knapp 30kn, also 6-7 Windstärken und einen erfrischenden Regen.

IMG_5413.JPG
Anschliessend wurden wir von einem Regenbogen belohnt, den ich in einer solchen Intensität noch nie zuvor gesehen habe.

Wie geht es die nächsten Tage weiter

Aktuell liegt ein Tief, was sich in den letzten Tagen sogar noch vertieft hat, vor der galizischen Küste. Dieses Tief bringt entsprechenden Wind mit sich, leider aber genau aus südlicher Richtung genau da wollen wir ja hin. Da wir keine Lust verspüren uns ohne Not in der hohen Atlantikwelle von viel Wind verhauen zu lassen, werden wir wohl noch ein paar Tage an unserem Ankerplatz bleiben und hoffen das uns dieser auch weiterhin so guten Schutz wie heute bietet. Auch wenn das Wetter hier aktuell herbstlich mies ist, kann sich so wenigstens das Thema Schule in den nächsten Tagen in Ruhe einspielen.

IMG_5418.PNG

About The Author

2 Comments

  1. Alexandra 18. September 2014 at 16:47

    Eine Frage: Wie viel hat Franka da geschrieben?.

  2. Wendelin 11. Oktober 2014 at 11:30

    Hi Alex,

    Ich habe ungefähr eineinhalb Seiten geschrieben 🙂

    LG Franka 🙂