Monday 23rd September 2019,
Auszeit mit Kindern

Die erste Woche Schule und eine stürmische Zeit vor Anker, ein kurzer Rückblick

Constantin 20. September 2014 Leben an Bord
Diese Ankerkette hält uns mit der hapa na sasa in Laxe

Die erste Schulwoche liegt hinter uns und ich kann gleich zu Beginn sagen, es war ungewohnt, für uns und die Kinder.
Am Montag hatten die Kinder ja skizziert wie sie sich die Schule an Bord vorstellen und wir hatten gemeinsam beschlossen uns die ersten zwei Wochen erst einmal auf die Hauptfächer, also Mathe, Deutsch, Englisch und Französisch zu konzentrieren. Die Lehrer der Kinder in Stuttgart mögen es uns verzeihen, aber uns ging es darum die Komplexität für uns und letztendlich auch für die Kinder zu reduzieren.
So fing ab Dienstag die Schule jeweils um 7:45 an, was gegenüber unserem Ferienrythmus eine krasse Umstellung war, aber am Freitag waren wir dann tatsächlich soweit, dass alle pünktlich zum Unterricht da waren. Urte und ich haben die jeweiligen Fächer in Doppelstunden, mit einer gesunden Mischung aus Stillarbeit und aktiver Unterstützung unsererseits absolviert und freuen uns über die guten Noten, die wir gestern Abend von den Kindern bekommen haben.

Den Abschluss der ersten Schulwoche haben wir gestern Abend mit Zitronenlimo, Popkorn und einem DVD Abend gefeiert. Nachdem kein Konsens zum Film zu erzielen war, durfte ich mir nach Losentscheid einen Film aussuchen. Wir haben Das Beste kommt zum Schluss mit Jack Nicholson und Morgan Freeman angesehen. Ein wunderbarer Film über zwei alte Männer, die erfahren, dass sie todkrank sind und dann beschliessen es noch einmal richtig Krachen zu lassen. Ausführliche Informationen zum Film „Das Beste kommt zum Schluss“ findet ihr hier. Vielleicht ist es ja auch ein Denkanstoss mit dem Täume Realisieren nicht zu lange zu warten ;-).

Stürmische Zeit vor Anker

Die letzten Tage hatten wir fast nur Regen und Starkwind. Vor allem wegen des Starkwindes, der uns mal wieder entgegen geblasen hätte, haben wir uns entschieden nicht zu segeln, zumal uns auch eine Welle von grösser 3 Metern gegenan erwartet hätte.
Vor Anker war es natürlich auch nicht wirklich gemütlich da wir beim Ankern ja auch erst unsere Erfahrungen sammeln. Ich kann vorwegnehmen, der Anker hielt bis jetzt besten. Anfangs habe ich mir noch in die Hose gem…, wenn der Wind die 20 Knoten überschritten hat, Mitte der Woche haben wir zwischenzeitlich 34 Knoten Wind (das sind knapp 8 Windstärken) auf der Anzeige gesehen. Inzwischen nehmen wir 20 Knoten nicht mehr als bedrohlich wahr, so schnell setzt die Gewöhnung ein bzw. so steil ist die Lern- / Erfahrungskurve.

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Das ist die Kette, an der wir mit unserem aktuellen Zuhause und allem was wir dabei haben hängen.

Insofern hat das schlechte Wetter eben auch sein Gutes, wir konnten unseren Rythmus in der Bordschule finden und unsere Komfortzone beim Ankern deutlich erweitern.

Wie geht es in den nächsten Tagen weiter

Jetzt geniessen wir zu allererst unser Wochenende. Das Wetter sollte langsam besser werden und morgen hoffen wir auf einen sonnigen Tag mit Kaiserwetter. Anfang der Woche werden wir weiter gen Süden segeln, dann lernen wir auch wie Schule während des Segelns funktioniert.
So, jetzt werden wir mal unser Beiboot aufblasen, denn die letzten 5 Tage waren wir ohne Landkontakt und inzwischen auch ohne Brot. Danke noch mal an die Franzosen, die vor zwei Tagen mit dem Beiboot kamen und uns Baguette vorbei brachten.

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1 Comment

  1. Stephie 21. September 2014 at 11:00

    Ihr Lieben, alle miteinander !!!!!
    Eine sehr ereignisreiche Woche habt ihr wieder fabelhaft gemeistert ! Ich bewundere eure Vielseitigkeit. Man weiß ja, dass das Lehrerdasein nicht einfach ist, und schon gar nicht an Bord.Ihr scheint auch das sehr gut zubewältigen. Chapeau ! –
    Dass euch wieder so viel Wind „um die Nase“ bläst, war auch erneut eine große Herausforderung. Eine tolle Crew ! Umarmung von eurer Stephie / Großmama