Wednesday 22nd November 2017,
Auszeit mit Kindern

Knapp 3.000sm nach Kupang Indonesien, wir nähern uns innerhalb des Great Barrier Reefs der Torresstrasse

Die letzten 1.400sm von Noumea zum Great Barrier Reef waren alles andere als entspanntes Segeln. Starker Wind ist eine Sache, dazu auch noch grizzelig grauer Himmel eine andere.

Segeln innerhalb des Great Barrier Reef von Australien

So ruhig ist das Wasser hier aber doch nicht, hier innerhalb des Great Barrier Reefs von Australien. Liegt wohl daran, dass wir inzwischen konstante 30kn haben. Die Wassertiefe ist hier zwischen 10 und 15m, und wir werden von einer kurzen 2m hohen Welle geschoben. Wir pflügen mit 7-8kn durch die See und das, obwohl wir nur noch minimal Tuch oben haben. Der Himmel ist immer noch grau, das Wasser ist türkisgrün und Schauer ziehen durch, was unseren Windmesser auf zeitweise über 35kn bringt, gale force. Nachdem nach dem dritten Schauer auch meine dritte Shorts nass ist, ziehe ich sogar mein Ölzeug an. Ich kann mich wirklich nicht erinnern, wann ich es das letzte mal an hatte. Schön ist anders, vor ein paar Monaten hätte ich es apokalyptisch genannt.

Wir flügen mit unserer hapa na sasa durch diese fantastische grüne See innerhalb des Great Barrier Reefs
Wir flügen durch diese fantastische grüne See. Links die 2m Welle zu erkennen, die uns die uns durch das Great Barrier Reef schiebt.

Seit langem müssen wir mal wieder unser Ölzeug raus holen.
Australien, welch ein Wetter beschert du uns nur, sogar das Ölzeug müssen wir aus der hintersten Ecke raus holen.

Ein Biss bei über 30kn Wind

Kurz nachdem wir durch den Pass sind, geht unsere Backbord-Angel los. Der grosse Mahi Mahi, den wir im Korallenmeer gefangen hatten, war inzwischen gänzlich in unseren Mägen gelandet, so sind wir mehr als froh über den sich ankündigenden Nachschub.
Gar nicht erfreut sind wir, als wir dem Kollegen in die Augen sehen können. Besonders gross ist er nicht, vielleicht knapp 1m, aber seine Zähne sind beeindruckend, ein Barracuda hat angebissen. Leider sind Barracudas extrem Ciguatera gefährdet, eine sehr unangenehme Krankheit, die man nicht bekommen möchte, zumal man sie auch gar nicht wieder los wird. Bei Ciguatera dreht sich unter anderem das Wärme- Kälteempfinden um: man fasst etwas heisses an, fühlt es als kalt und verbrennt sich die Flossen, und das ist noch das angenehmste Symptom. Jetzt ist es an uns, den Barracuda vom Haken zu bekommen, hätte er nur nicht diese verdammt grossen und spitzen Zähne. Ich stehe inzwischen auf unserer Badeplattform und versuche die letzten Meter der Angelleine mit der Hand einzuholen. Leider hat er auf der Angel mit der hochfesten, geflochtenen Leine gebissen, diese ist so dünn, dass sie sogar durch meine Handschuhe schneidet. Ich schaffe es trotzdem irgendwie, den Barracuda Hand über Hand ans Heck zu holen, freundlicher sehen seine Zähne aus der Nähe auch nicht aus. Unvorstellbar, wenn er einen Satz nach vorne machen und seine Zähne in meinen Arm schlagen würde. Ich kann es nicht ändern, um ihn etwas ruhig zu stellen bekommt er einige Schläge auf den Kopf, denn eine klaffende Bisswunde möchte ich nicht riskieren. Der Barracuda ist immer noch reichlich aufmüpfig, versteht mich scheinbar nicht. Mit einem beherzten Griff mit der Kombizange gelingt es mir den Haken zu entfernen, und der Barracuda verabschiedet sich, wahrscheinlich mit einem Dachschaden, aber dafür ist mein Arm noch heile.

In der Torresstrasse laufen Gezeitenströmungen von bis zu 6kn, auch die sollte man richtig timen

Die Torresstrasse ist rechts und links von flachen Stellen umgeben. Die Stellen sind nicht nur für die Berufsschifffahrt fatal, einige sind so flach, dass sie auch uns gefährlich werden würden. Hinzu kommen starke Gezeitenströmungen von bis zu 6kn, die nicht nur in Richtung der Strasse setzen, sondern an einigen Stellen nahezu quer zur Fahrtrichtung. Läuft die Gezeitenströmung gegen Wind und Schwell werden sich steile Seen aufbauen, an einigen Stellen wäre mit stehenden Wellen und starten Turbulenzen zu rechnen. Wieder ist ein gutes Timing wichtig. Nicht zu vernachlässigen ist der zu erwartende starke Verkehr von grossen Frachtern.
Im Englischen Kanal zwischen England und Frankreich gib es das Race of Aldernay, auch dort laufen Gezeitenströmungen von über 6kn. In der Navionics App auf dem iPad kann man den zeitlichen Verlauf dieser Strömungen, wann sie in welche Richtung in welcher Stärke laufen, exzellent ablesen. Ein Timing der Durchfahrt des Race of Aldernay ist also relativ einfach.
Gleiches hatte ich in der Navionics App für die Torresstrasse erwartet, leider weit gefehlt.
Es gibt genau 2 Informationen zu Gezeitenströmungen im Bereich der Torresstrasse, diese sind aber so weit weg von dem Prince of Wales Kanal, der engsten und spannendsten Stelle der Torresstrasse, dass ich sie als wertlos erachte. Zwei andere Quellen ergeben widersprüchliche Aussagen, und auch Dirk von der Peregrine hat keine Quelle für eine verlässliche Aussage. Was tun? Eine ungetimete Durchfahrt des Prince of Wales Kanal kommt auf keinen Fall in Frage.
Das nächste Schiff, welches uns überholt oder entgegen kommt, werde ich anfunken und nach den Zeiten und den maximalen Strömungsgeschwindigkeiten im Prince of Wales Kanal fragen. Schiffe über 70m müssen innerhalb des Great Barrier Reefs einen Pilot mit entsprechender Ortskenntnis an Bord nehmen, die sollten uns wohl helfen können. Das erste Schiff ist nicht aussagefähig, Nummer 2 und 3 geben mir aber annähernd gleiche Informationen. Wie so oft muss man doch einfach nur die richtigen Leute fragen.

Eine Notankerung in der Margarets Bay

Wir sind zu schnell. Zu wild ja, aber zu schnell geht doch eigentlich gar nicht. Fahren wir weiter mit dieser Geschwindigkeit, so werden wir deutlich zu früh am Prince of Wales Kanal sein, nicht gut. Ich nehme noch mehr Tuch weg, aber schaffe es nicht, die hapa na sasa unter 6kn zu bringen, krass. Wir entschliessen uns für einige Stunden vor Anker zu gehen. Die Margaret Bay sieht auf der Karte einigermassen geschützt aus, sollte also gehen. Eigentlich dürfen wir gar nicht ankern, ohne vorher einzuklarieren. Australien ist in dieser Beziehung besonders strikt, sie kontrollieren ihre Gewässer aus der Luft mit Flugzeugen und Hubschraubern, bereits im Korallenmeer hatten sie mit uns per Funk Kontakt aufgenommen. Die Quarantänevorschriften sind in Australien so absurd strikt, dass wir unsere sämtlichen Vorräte verlieren würden, das wollen wir auf keinen Fall. Wir entscheiden uns trotzdem, zu ankern, denn im Notfall darf man in jedem Land der Welt ankern. Würden wir gefragt, würden wir den Wind mit Gale Force, eine ausgelaugte Crew und den Fakt, dass wir Wasser machen müssen angeben, wenn wir denn überhaupt gefragt werden. So geschützt ist die Margarets Bay dann doch nicht, aber deutlich ruhiger, als alles, was wir die letzten 10 Tage auf See hatten, welch Wohltat.
Eigentlich könnten wir hier mehr als ein paar Stunden bleiben, oder? Der grosse Vorteil wäre, dass wir uns ausruhen könnten, eine komplette Nacht durchschlafen, das Schiff ein wenig aufräumen und Wasser machen könnten. Wir können natürlich auch auf See in 3m Welle Wasser machen, aber das ist doch eher unangenehm, so dass wir damit, wenn möglich auf ruhigere Tage warten, ruhige Tage hatten wir aber in letzter Zeit definitiv nicht, so dass jetzt eine perfekte Gelegenheit zum Wasser machen ist. Selbst unser Timing für die Torresstrasse würde nicht unter einem 24 stündigen Ankerstop leiden, die Tide verschiebt sich hier pro Tag um ca. 30min nach hinten.
Bleibt die Gefahr, von der australischen Küstenwache aufgegriffen zu werden, würden sie mit einer Fregatte in die Margarets Bay kommen, hier vor der Küste von Queensland, wo nur Saltis (Salzwasserkrokodile) und andere eher fiese Kreaturen leben? Oder würden sie mit Hubschraubern kommen? Und wenn schon, 24 Stunden Ankern unter diesen Bedingungen erscheint uns mehr als legitim, wir gehen das Risiko ein.
Wir geniessen eine ruhige Nacht vor Anker und sind am nächsten Tag wieder voll aufgeladen, und auch die Wassertanks sind wieder randvoll. Keiner kommt uns besuchen, weder eine Fregatte noch irgend welche Hubschrauber, es bleibt komplett ruhig. Am Nachmittag geht der Anker auf, und wir freuen uns auf die spannende Durchfahrt durch die Torresstrasse. Der Wind hat nicht nachgelassen, es ist immer noch ziemlich wild, immer noch 30kn, gehen kleine Fronten durch, sehen wir immer wieder die 35kn. Irgendwie scheinen wir uns jetzt aber an diese Bedingungen gewöhnt zu haben, sehr erstaunlich.

In der etwas geschützten Margarets Bay haben wir noch 20-25kn, zwischendurch schaut jedoch immer wieder die Sonne durch.
Auch vor Anker in der etwas geschützten Margarets Bay haben wir noch 20-25kn und hauptsächlich grauen Himmel. Zwischendurch schaut jedoch immer wieder die Sonne durch.

Für Australien vorbereitet, sogar mit diesem Dress
Mein Dress für Australien, es ist ja nicht so, dass wir nicht vorbereitet wären.

Zum üben geht es durch die Albany Strasse

Wir liegen ganz gut im Zeitplan, bestenfalls könnten wir aber doch noch eine halbe Stunde früher am Prince of Wales Kanal sein. Warum nicht eine Abkürzung nehmen und schon mal etwas üben, für den Prince of Wales Kanal.
Eigentlich wollte ich durch die breite, aber mitunter trotzdem aufgewühlte Adolphus Strasse gehen. Direkt vor mir liegt die Albany Strasse, gerade einmal 500m breit, dafür aber 3sm lang, gesäumt von Bergen, Wind direkt von hinten und vermutlich raketenmässige Strömung. Der Wind von achtern, genau achtern ist nicht optimal. Im Fall der Fälle, kann ich problemlos nach rechts, aber nur sehr begrenzt nach links ausweichen. Vermutlich nimmt der Wind im Kanal sogar stark ab, und wir werden mehr durch die Strömung, als durch den Wind geschoben. Urte schläft seelenruhig in ihrer Freiwache, ich gönne mir diese Abkürzung und es wird eine fantastische Durchfahrt, durch grüne Berge, verlassene Buchten, geschoben mit über 6kn, so dass wir zum Schluss mit wenig Wind, aber über 11kn aus der Albany Strasse ausgespuckt werden. Am Eingang der Strasse gab es ein paar üblere Turbulenzen, der Rest war erstaunlich unkritisch. Das war schon mal ein sehr guter Start.

Der Wind schiebt uns mächtig voran, vorne links gut zu erkennen die schmale Einfahrt der Albany Street.
Der Wind schiebt uns mächtig voran, vorne links gut zu erkennen die schmale Einfahrt der Albany Street.

Blick zurück auf die Albany Street nordöstlich von AustralienBlick zurück in der Albany Street, aus dieser Perspektive scheint nur ein schwaches Lüftchen zu wehen.

Im Prince of Wales Kanal der Torresstrasse strömt es ganz gewaltig

Der Prince of Wales Kanal der Torresstrasse aber ist noch einmal eine ganz andere Nummer. Der Prince of Wales Kanal ist an seiner engsten Stelle auch gerade einmal 700m breit, da mit Gegenverkehr und evtl. überholenden Berufsschiffen zu rechnen ist, bleibt im Worst Case gerade einmal nichts für uns übrig. Hinzu kommt wie gesagt quer zur Fahrtrichtung laufende Strömung und Kurswechseln von bis zu 60° und der weiterhin starke Wind von bis zu 30kn. Es bleibt also spannend, immerhin strahlt uns der Himmel inzwischen tiefblau entgegen.
Wir passieren Cape York und sehen immer noch keine anderen Schiffe. Wir passieren Alpha Rock, kein anderes Schiff in Sicht, nicht mit dem Auge, nicht auf dem AIS. Wir passieren Ince Point, können jetzt sozusagen in die Torresstrasse hineinsehen, kein Schiff. Krass, wir haben die gesamte Torresstrasse für uns alleine, ein wenig so, als wenn wir die Königsstrasse in Stuttgart für uns alleine hätten. Um so besser, Urte und die Kinder sind unter Deck, ich schifte die Segel. Ich kann mir die optimale Seite, die optimalen Windwinkel aussuchen, so dass uns die querlaufende Strömung nicht auf die Rocks schiebt. Denn die Strömung schiebt hier gewaltig. Ich muss mehr als 20° vorhalten und inzwischen sind wir bereits mit über 10kn unterwegs und das noch nicht einmal am Hammond Rock, dem kritischsten Punkt. Wenig später schiebt es uns mit fast 12kn am Hammond Rock vorbei. Sehr beeindruckend, wie die Wassermassen an diesem Felsen vorbeirauschen. Wir fahren tatsächlich durch den Prince of Wales Kanal der Torresstrasse, nicht eine Motorstunde, konnten die ganze Zeit segeln, was für ein Geschenk. Ich geniesse den Moment.

Hammond Rock in der Torres Strait, wie ein Fels in der Brandung oder vielmehr der Gezeitenströmung.
Hammond Rock, wie ein Fels in der Brandung oder vielmehr der Gezeitenströmung.

Um nicht aus dem Fahrwasser geschoben zu werden, muss ich an Hammond Rock vorbei halten.
Die grüne Kurslinie zeigt unseren Kurs über Grund, die rote die Richtung in die unser Bug zeigt. Um nicht aus dem Fahrwasser geschoben zu werden, muss ich an Hammond Rock vorbeihalten.

Auch an den zahlreichen Untiefentonnen ist die brutale Strömung zu erkennen
Auch an einer der zahlreichen Untiefentonnen lässt sich die brutale Strömung gut erkennen.

Frankas Geburtstagskuchen geniessen wir am Ausgang der Torres Strasse
Am Ausgang der Torresstrasse feiern wir sogar noch Frankas Geburtstag, dieses Jahr leider ohne sie persönlich in den Arm nehmen zu können. Frankas Geburtstagskuchen schmeckt uns trotzdem hervorragend, natürlich erst, nachdem wir diese herrliche Deko beiseite geschafft haben.

Ein Blackfin Tuna als Belohnung für die Durchfahrt der Torres Strasse

Wir sind jetzt in der Arafura See, und dieser erfolgreiche Tag geht langsam zu Ende, und plötzlich meldet sich eine der Angeln. Wow, was für ein Timing. Kurze Zeit später liegt bei uns an Deck ein Blackfin Tuna, 80cm lang. Jetzt heisst es, schnell Reis kochen, die Filets vom Fisch schneiden und die Sushimatte rausholen. Noch vor Sonnenuntergang geniessen wie lecker Sushi, Sashimi und ein kaltes Bier. Besser könnten wir diesen Meilenstein unserer Reise nicht feiern.

Ein schöner Blackfin Tuna ist die Belohnung für die Durchquerung der Torresstrasse
Ein Blackfin Tuna. Sauber ausgeblutet schmeckt das Sashimi und Sushi am besten.

Australian Border Patrol C77 is calling

Die Wetterdaten hatten es bereits angekündigt. Inzwischen ist der Wind in der Arafura See eingeschlafen, das soll sich auch die nächsten drei Tage nicht ändern. Auf einmal hören wir ein dumpfes Grollen, was schnell näherkommt. Wir stürmen an Deck, bleiben fast alle zusammen im Niedergang stecken, was kann das nur sein? Kurze Zeit später donnert kurz über unseren Mast ein zweimotoriges Flugzeug, gar nicht einmal so klein. Wir befinden uns definitiv nicht in der Einflugschneise irgendeines Flughafens, sondern in der Mitte der Arafura See. Woher kommt dieses Flugzeug, ist es eine Linienmaschine, die zur Notwasserung ansetzt?
Wenig später werden wir angefunkt: „This is the Australian Border Patrol C77. What is the name of your boat and where is it registered? What was your last port of call and what is the next port of call?“ Alles keine Geheimnisse, aber warum man darum fast unsere Antennen vom Mast fegen muss, ist uns unklar.
Am nächsten Tag wiederholt sich das Spiel, nur dass ich dieses Mal zuerst an der Funke bin. Ich erkläre unsere Situation, dass wir nun seit über 24h in der Flaute liegen, uns kein Stück vorwärts bewegt haben. Ich frage den freundlichen Herrn, ob sie bei ihrer Visite morgen nicht ein wenig Eiscreme für die Kinder abwerfen können? Er lässt das Thema offen, und ich merke an der Stimme, dass er und seine Kollegen sich kaum halten können vor Lachen.
Am nächsten Tag fiebern wir dem Moment der Überfluges der Border Patrol förmlich entgegen, welche Sorte Eiscreme werden sie abwerfen oder werden es gar mehrere sein? Die Enttäuschung ist gross, angeblich sei die Eismaschine kaputt. Auf meine Frage, ob sie vielleicht eine Luftaufnahme von uns und unserer hapa na sasa machen könnten, heisst es nur, dass die Fotos Eigentum der Australischen Regierung seien, schade.
Die Border Patrol kam insgesamt 3mal vorbei geflogen, ein weiteres mal hat sie uns angefunkt. Nur gut, dass die Border Patrol in Queensland, wo wir kurz geankert haben, nicht so akribisch war.

Immer wieder beeindruckend, die See ist glatt wie ein Spiegel
Immer wieder beeindruckend, dass es auf offener See wirklich komplett windstill sein kann.

Die Arafura See ist glatt wie ein Spiegel
Das Wasser ist wie ein Spiegel.

Neben der Schule bleibt auf der Auszeit mit Kindern auch Zeit zum Spielen und zum LesenNeben der vormittäglichen Schule gibt es auch mal Zeit zum Lesen.

Sonnenuntergang, so wie er im Buche steht, hier in der Arafure See nördlich von Australien
Und abends gibt es traumhafte Sonnenuntergänge, nur auf den Green Flash haben wir vergebens gewartet.

Wir erreichen Kupang West Timor Indonesien nach einer wirklich spannenden Überfahrt

Nach drei Tagen Flaute haben wir entspannte 10kn Wind, so dass die restlichen Meilen in der Arafura See entspannt verlaufen, das hätte auch anders sein könne. Zur Erinnerung, da die Arafura See sehr flach ist, baut sich bei starkem Wind sehr schnell eine üble Welle auf. Wir erreichen die Timor See, kommen vorbei an zwei Ölplattformen und erreichen West Timor Indonesien. Die letzten Stunden schläft der Wind ein, so dass wir doch noch den Motor anstellen müssen. Nach 23 Tagen auf See fällt der Anker vor Kupang auf gutem Ankergrund, und wir freuen uns auf eine entspannte Nacht ohne Wache.
Die letzten 3 Wochen waren wirklich extrem spannend, abwechslungsreich und fordernd. Angefangen mit der rauschenden Fahrt durch die Korallensee, der mehr als spannenden Passdurchfahrt in das Great Barrier Reef, der Fahrt durch das Great Barrier Reef und der Fahrt durch die Torresstrasse sicherlich das bisherige seglerische Highlight dieses Jahres.

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2 Comments

  1. hajueheise 9. Oktober 2016 at 13:44

    ein toller Bericht, danke. Ich habe eine Frage: was ist Wasser machen?Tanks leeren und Frischwasser auffuellen?

    • Constantin 5. November 2016 at 17:16

      Hallo Hans-Jürgen,

      wir haben an Bord einen Wassermacher, der über ordentlich Druck (ich meine 800PSI) aus dem Salzwasser Süsswasser macht. Der Wassermacher macht 130l pro Stunde und verbraucht dabei satte 80Ah. Da wir aber ca. 700 Watt Solarpanele haben, müssen wir zum Wasser machen seltendst die Maschine anwerfen.
      So long
      Constantin

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